Neue Hauptschulabschlussprüfung an der Augustenburg GMS Grötzingen

In der Woche vor den Winterferien präsentierten 11 Projektgruppen Ihre Ergebnisse der Projektarbeit, die bei Schülern auf mittlerem Niveau in die WBS-Note einfließen. Schülerinnen und Schüler auf G-Niveau haben mit dieser Prüfung den ersten Prüfungsteil der Hauptschulabschlussprüfung abgearbeitet. Recht herzlichen Glückwunsch an alle Schülerinnen und Schüler. Jetzt heißt es durchatmen, bevor die schriftlichen Prüfungen in Deutsch / Mathematik und Englisch anstehen.

Hier ein kleiner Einblick in eine gelungene Präsentation zum Thema: Jeans- von der Arbeiterhose zum hippen Kleidungsstück. In der Präsentation wurden die Fächer AES / Geschichte mit den Leitperspektiven Berufliche Bildung und Verbraucherbildung abgedeckt.

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Die Gemeinschaftsschule im Pressespiegel

Lebhafte Kontroverse über Schulformen
Karlsruhe/Stuttgart (ew). Mit seiner Kritik an den Gemeinschaftsschulen hat der Philologenverband heftige Reaktionen ausgelöst. Zahlreiche Eltern und Lehrer haben den BNN geschrieben – viele zeigen sich empört, andere wiederum stimmen dem Gymnasiallehrerverband zu. Ein Rektor ist überzeugt, dass auch Missverständnisse hinter der harschen Kritik stecken. Eine Auswahl der vielen Reaktionen haben die BNN auf einer Sonderseite zusammengestellt.
Der Verein der baden-württembergischen Gemeinschaftsschulen wirft den Gymnasien vor, sie grenzten Kinder gnadenlos aus. „Das Gymnasium macht es sich bequem“, erklärte Vorsitzender Matthias Wagner-Uhl
Hier der Link zur BNN-Sonderseite
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Anmeldung Erstklässler

Die Anmeldung der Schul­an­fän­ge­rin­nen und Schul­an­fän­ger bei der für den Wohnbezirk zustän­di­gen Grund­schule zum Schul­jahr 2020/2021 ist am

Mittwoch, 4. März 2020 und Donnerstag, 5. März (siehe Einladungsschreiben!).

Zusätz­lich stehen die Öffnungs­zei­ten der einzel­nen ­Schul­se­kre­ta­riate zur Verfügung.

Bitte beachten Sie die nachste­hen­den Hin­weise:

Mit Beginn des Schul­jah­res 2020/21 sollen laut § 73 Schul­ge­setz alle Kinder schul­pflich­tig werden, die bis 31. August 2020 das 6. Lebensjahr vollendet haben. Die zwischen dem 1. Oktober 2013 und 31. August 2014 geborenen Kinder müssen daher in der für den Wohn­be­zirk zustän­di­gen Grund­schule angemeldet werden. Kinder, die im September 2014 geboren wurden, können angemeldet werden, müssen aber nicht.

Kinder, die zwischen dem 1. Oktober 2014 und dem 30. Juni 2015 ­ge­bo­ren sind, können von ihren Eltern zur Schule angemel­det wer­den. Sie erhalten dann den Status eines schul­pflich­ti­gen Kin­des. Voraus­set­zung ist die Schul­fä­hig­keit des Kindes, die nach wie vor von der Schul­lei­tung – gegebe­nen­falls unter Ein­be­zie­hung eines pädago­gisch-psycho­lo­gi­schen Gutachtens und eines Gutachtens des Gesund­heits­amts – festge­stellt wird. Ansonsten wird das Kind vom Schul­be­such zurück­ge­stellt.

Auf Antrag der Erzie­hungs­be­rech­tig­ten besteht die Möglich­keit ­der vorzei­ti­gen Einschu­lung oder der Zurück­stel­lung vom Schul­be­such. Die Schul­lei­te­rin­nen bezie­hungs­weise Schul­lei­ter er­tei­len entspre­chende Auskunft.

Kinder, die eine Privat­schule besuchen und dort angemel­det wer­den, müssen zuvor an der zustän­di­gen Grund­schule unter Vor­lage des entspre­chen­den Nachweises abgemeldet werden.

Ebenfalls an der zustän­di­gen Grund­schule müssen sich Eltern ­mel­den, die einen Schul­be­zirks­wech­sel zum Beispiel wegen Besuchs ei­ner Ganztags­grund­schule wünschen.

Die Eltern im Bereich der Stadt Karlsruhe werden gebeten, folgenden Anmel­de­ter­min wahrzu­neh­men:

Mittwoch, 4. März 2020, 8 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr.

Zusätz­lich stehen die Öffnungs­zei­ten der einzel­nen ­Schul­se­kre­ta­riate zur Verfügung.

Mitzu­brin­gen sind die Geburts­ur­kunde oder das Famili­en­stamm­buch.

Alle anzumel­den­den Kinder sollen möglichst persön­lich vor­ge­stellt werden.

Es wird darauf hinge­wie­sen, dass auch erkrankte oder Kinder mit be­son­de­rem Förder­be­darf anzumelden sind.

Die Aufnahme in eine bestimmte Schule kann einge­schränkt werden, wenn die Bildung zusätz­li­cher Eingangs­klas­sen auf Dauer nicht ­ge­währ­leis­tet ist.

Dezember 2019 – Geschäfts­füh­rende Schul­lei­tun­gen im Stadt­kreis Karlsruhe für die

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Anmeldung der zukünftigen Fünftklässler

Liebe Eltern,

Die Anmel­dun­gen erfolgen am:

  • Mittwoch, 11. März 2020 von 14 bis 17 Uhr oder
  • Donnerstag, 12. März 2020 von 8 bis 12 Uhr.
  • Bei der Teilnahme am beson­de­ren ­Be­ra­tungs­ver­fah­ren erfolgt die Anmeldung bis spä­tes­tens
  • Freitag, 3. April 2020.
  1. Bei der Anmeldung sind die Bögen 3 und 4 für das Über­gangs­ver­fah­ren der Grund­schule vorzulegen. Mitzu­brin­gen ist auch eine Geburts­ur­kunde (oder Perso­nal­aus­weis, Kinder­rei­se­pass o­der Famili­en­stamm­buch).

Friedbert Jordan, Rektor

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Die Hottscheckhexen übernehmen die Schlüsselgewalt an der Augustenburg Gemeinschaftsschule Grötzingen

Am schmutzigen Donnerstag wurde Schulleiter Friedbert Jordan um die Mittagszeit von den Grötzinger Hottscheckhexen entmachtet. Trotz heftiger Gegenwehr ging die Schlüsselgewalt an die Narrenzunft über. Die Grötzinger Schülerinnen und Schüler freuten sich über die Machtübernahme und bejubelten die Hexen mit lautem Narri-Narro.

Bereits vor der Machtübernahme hatten die ersten Hexen den Hort an der Schule beim Mittagessen überrascht und ließen bei Ihrem Besuch auch einige erschrockene Grundschüler zurück. Im Anschluss feierte dann die Sekundarstufe, hier besonders die Lerngruppen 5 – 7 in der Mensa ihre Befreiung vom Nachmittagsunterricht.  Den Grötzinger Hexen an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für diese Aktion mit der Hoffnung auf einer Wiederholung im kommenden Jahr.

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Sturmtief Sabine – Eltern entscheiden über Schulbesuch am heutigen Tag – Unterricht in der Sekundarstufe entfällt

Liebe Eltern,

das Kultusministerium hat festgelegt, dass bei der derzeitigen krititschen Wetterlage die Eltern heute entscheiden, ob Sie ihr Kinder zur Schule schicken wollen.

Unwetterwarnung Kultusministerium

Sollte Ihr Kind zuhause bleiben, teilen Sie uns dies bitte telefonisch (0721/463083) oder per mail mit. Wir sind allerdings derzeit telefonisch sehr ausgelastet. In der Primarstufe findet der Unterricht nach Stundenplan statt, wobei natürlich kein neuer Unterrichtsstoff vermittelt wird.

Aufgrund der geringen Schülerzahlen in der Sekundarstufe entfällt der Unterricht am heutigen Tag. Die anwesenden Schülerinnen und Schüler klären mit ihren Eltern ab, ob sie nach Hause dürfen oder werden schulisch betreut!
Die FachInterne Prüfung (FIP) im Fach Technik Jahrgangsstufe 10 wird verschoben!

Mit freundlichem Gruß

F. Jordan, Rektor

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Zeitzeuge aus Österreich in der Augustenburg Gemeinschaftsschule Grötzingen

Menschlichkeit ist das Wesentliche

Zeitzeugen sind oft die besten Geschichtslehrer, weiß Stefanie Friesen. Daher bittet die Lehrerin Franz Teizer in den Unterricht der 10. Jahrgangsstufe. Und wenn der dort berichtet, dass er als Dreijähriger zusammen mit 250 Tausend anderen Österreichern auf dem Wiener Heldenplatz skandierte: „Der Kurt (Schuschnigg) iss furt jetzt geht’s uns gut!“, dann kommt bei Schülerinnen und Schülern eine leise Ahnung von den katastrophalen Folgen menschlicher Unzulänglichkeit auf, wenn diese flankiert ist von krimineller Energie, Erpressung und propagandistischer Hetze. Denn Solches machte 1938 zweifelsfrei innerhalb weniger Tage die Republik Österreich zu einem willfährigen Kampf- und Mordgenossen des Nazistaates Deutschland, mit bekannt bitterem Ende. „Der Hitler hatte halt eine gewaltige Rede gehalten, und ich wollte mit meinen drei Jahren einfach nur an der Begeisterung der Masse Teil haben!“ Es ist mucksmäuschenstill im Raum, als der 1935 geborene Franz Teizer in Grötzingen von seiner Jugend in der Nähe Wiens berichtet. Schon über 300 Jahre ist die Bauernfamilie in Wienerherberg ansässig, nahe dem heutigen Flughafen Wiens und den Flüssen Fischa, Schwechat und Wien. „Hier her kamen die bekannten Schauspieler aus der Hauptstadt zum Angeln, und ich stand gern bewundernd dabei“, erinnert sich Teizer. Es sei eine glückliche Kindheit gewesen, in der man sich das Schwimmen selbst beibrachte und viel miteinander zusammen war, viel miteinander sprach. „Wir hatten gute Eltern, viel Liebe, ein Auskommen durch die Landwirtschaft, aber kein übriges Geld.“ Die Großmütter gebaren jeweils 15 und 16 Kinder, „wie Kaiserin Maria Theresia“, und wurden dennoch sehr viel älter, als der statistische Durchschnitt für die damalige Bevölkerung erwartete. Es ist ein gewaltiger Einschnitt im Leben des jungen Franz, als sich der Krieg dem Ende nähert. Erst erreichen Bomben der Amerikaner und Briten den Ort, dann beobachtet der Neunjährige Abstürze von der Flak getroffener Maschinen und deren Besatzung. Als in Wien die Nahrungsmittel knapp werden, bringt Franz mit dem Onkel auf einem Traktor Getreide und Gemüse für die Verwandten in die große Stadt. Hier her flüchten sich auch die Frauen vom Land: „Man dachte, in der Stadt seien sie sicherer vor den Vergewaltigungen, als auf dem flachen Land.“ Stalin hatte seinen Truppen für einige Tage freie Verfügbarkeit über weibliche Menschen gewährt. Franz‘ Vater bleibt nicht in Wien, er geht zurück zu seinem Hof und Besitz, um diesen zu schützen: Plünderungen sind an der Tagesordnung. Etwa vierzig tote Russen und drei tote Wehrmachtsangehörige findet er dort vor und erfährt – in all den Wirren der Unmenschlichkeit und des Grauens –  erstaunliche Zeichen der Mitmenschlichkeit. Die ihm zugewiesenen Zwangsarbeiter setzten sich für seine Entlassung aus der Haft ein. Ein österreichischer Kommunist denunziert ihn, als er keine Kohlen schaufeln will. Er soll erschossen werden, steht schon an der Wand und der junge Franz bangt um das Leben seines Vaters. Aber der Russe schießt nicht. 1946 wird der Vater im Zuge der Entnazifizierungsmaßnahmen verhaftet. Ein ehemaliger französischer Zwangsarbeiter, nun Besatzungsoffizier, hört davon und setzt sich für die Freilassung ein. Noch vor dem Einmarsch der Sowjets hatten sich viele Pferdefuhrwerke den Weg durch den Ort gebahnt: „Deutschstämmige, die in den Gebieten der Tschechoslowakei und Ungarns um ihr Leben fürchteten.“ Der Treibstoff der Pferde war Gras und pflanzliche Nahrung, die am Rand der Fluchtwege gefunden wurden. An Sprit für Kraftfahrzeuge war kaum zu denken. Franz Teizer hat Anschauungsmaterial mitgebracht, „Haptisches“, Greifbares nennen dies die Pädagogen: Ein Stahlhelm und den Arztkoffer aus Schlangenleder der Tante Steffi. Darin verborgen fand Klaus Teizer, der Vater eines Grötzinger Schülers ist, vor nicht allzu langer Zeit eine Anzahl Briefe: „Manche aus der Kriegszeit, andere aus der Zeit nach dem Krieg, alle vermittelt durch das Rote Kreuz, gelesen, zensiert und gestempelt von verschiedensten Dienststellen der Nationalsozialisten, der Wehrmacht, der USA oder Frankreichs“. Ihre Vermittlungen sind Zeichen des guten Willens in einer mörderischen Zeit. Damit belegt Franz Teizer den Sinn seiner Berichte in der Grötzinger Schule: Menschlichkeit ist das Wesentliche im Leben!“ Und Bildung. Und Mut.

Als Offizier des österreichischen Bundesheeres verweigert Teizer in den 60er-Jahren während einer Maßnahme zum Katastrophenschutz den Befehl Übergeordneter. „Der Aufbau einer Brücke unter diesen Umständen hätte über kurz oder lang zum Einsturz geführt!“ Sträfliche Befehlsverweigerung oder gar Meuterei? „Nein“, sagt Teizer. „Hier wären Menschenleben aufs Spiel gesetzt worden. Vom deutschen Grundgesetz und der österreichischen Verfassung sind die zuvorderst geschützt!“ Noch vor dem Gehorsam. Ein Erfolg der funktionierenden Demokratie: „Ihr müsst wissen, wen Ihr wählt!“ (Steinhardt-Stauch – Grötzingen aktuell)

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Überlegungen zur Grundschulempfehlung

Liebe Eltern,
mit der Übersendung der Grundschulempfehlung Anfang Februar liegt es bald an Ihnen, die passende weiterführende Schule für Ihr Kind auszuwählen. Wir möchten Sie mit diesem Informationsschreiben unterstützen, offen und realistisch die zum jetzigen Zeitpunkt passende Schulart für Ihr Kind zu wählen.
Alle Schularten Baden-Württembergs haben sich in den letzten Jahren weiterentwickelt und sind nicht mehr vergleichbar mit dem, was Sie noch aus Ihrer eigenen Schulzeit kennen. Der neue Bildungsplan 2016 hat – als spätes Ergebnis auf die PISA-Ergebnisse – eine Verschiebung der Lerninhalte weg vom Fachwissen hin zu Kompetenzen und eine Angleichung der Inhalte und Fächer unter den Schularten gebracht. Man unterscheidet nun bei gleichen übergeordneten Lerninhalten ein grundlegendes, mittleres und erweitertes Niveau. Unabhängig bieten alle Schularten – neben dem Gymnasium als im Normalfall achtjährigen Schulgang – nach den dort verfügbaren Abschlüssen bei entsprechender Eignung weitere Wege zur Fachholschulreife, zum fachgebundenen Abitur oder auch zum Vollabitur an.
Daher sollten Sie bei Ihren Überlegungen weniger den gewünschten Schulabschluss als Auswahlkriterium verwenden, sondern mehr die derzeitigen Fähigkeiten Ihres Kindes mit den Anforderungen der Schulart vergleichen. Die derzeitig abrufbaren Kompetenzen Ihres Kindes kann Ihnen am besten die unterrichtende Grundschullehrkraft darlegen.

Sollten Sie in Ihrer Entscheidung noch unsicher sein, können Sie nach Ausgabe der Grundschulempfehlung eine Beratungslehrkraft einschalten, die Ihnen mit einem schulischen Test weitere Kriterien für Ihre Entscheidung liefern kann. Aber bedenken Sie bei Ihrer Entscheidung auch: Schulsorgen sind immer auch Familiensorgen!

Grundsätzlich unterscheiden sich Hauptschule, Realschule und Gymnasium von der Gemeinschaftsschule durch eine frühzeitige Festlegung, mit welchem Bildungsplanniveau gearbeitet und somit auch die Klassenarbeiten geschrieben werden.
Die Hauptschule arbeitet und bewertet auf grundlegendem Niveau und führt zum Hauptschulabschluss. Zusätzlich bietet sie aber in der Klasse 10 für stärkere Schüler/innen ein erweitertes grundlegendes Niveau an, mit dem dann ein mittlerer Bildungsabschluss (Werkrealschulabschuss) erreicht wird.
Die Realschule arbeitet und bewertet in den Stufen 5 und 6 ausschließlich auf mittlerem Niveau. Dieses Niveau wird auch bis Klasse 10 weitergeführt und endet dort mit der Realschulabschlussprüfung (nun „Mittlerer Bildungsabschluss“). Ab Ende Klasse 6 muss zum Verbleib auf dieser Niveaustufe eine Versetzung nach der Realschulversetzungsordnung ausgesprochen werden. Wer diese Versetzung nicht erreicht, arbeitet dann in allen Fächern auf grundlegendem Niveau (entweder durch innere Differenzierung oder in einem eigenen Zug) oder muss die Klassestufe wiederholen (1-mal möglich). Auf grundlegendem Niveau kann nach Klasse 9 der Hauptschulabschluss erreicht werden.
Das Gymnasium arbeitet und bewertet immer auf erweitertem (gymnasialem Niveau). Wer dieses Niveau nicht bei allen Fächern abdecken kann, riskiert die Nichtversetzung (1-mal möglich) und eine eventuelle „Abschulung“ auf die Real- oder Gemeinschaftsschule.

Alle drei „alten“ Schularten gehen davon aus, möglichst homogene Gruppen zu bilden, in der Hoffnung, dass dies zu einem besseren Lernergebnis führt.
Diesem Grundgedanken stehen aber diverse empirische Untersuchungen gegenüber, die dem klar widersprechen. Die Hirnforschung belegt, dass es nicht möglich ist, homogene Lerngruppen zu bilden (u.a. Hüther 2009). Diese Ergebnisse führten ab 2012 in Baden-Württemberg zur Einführung der Gemeinschaftsschule als neue Schulart. Hier wurden Erfahrungen der bei PISA weitaus erfolgreicheren skandinavischen Länder übernommen.
Die Gemeinschaftsschule geht grundsätzlich von einer leistungsheterogenen Lerngruppe aus und nutzt die Vielfalt der Potenziale als Chance sowohl für stärkere wie schwächere Schüler/innen. Lernen erfolgt durch Nachahmung. Die Schwächeren lernen von den Stärkeren. Die Stärkeren festigen ihr Können durch lehrende Wiederholung mit den Schwächeren. Die Begleitung durch den Lerncoach und eine entsprechende Lehr-, Lern- und Arbeitsorganisation durch die Lehrkraft ermöglicht eine äußerst differenzierte Arbeitsweise.
Professor Dr. Ulrich Herrmann nennt noch weitere Gründe, die gegen das gegliederte Schulsystem sprechen. Die Selektierung am Ende von Klasse 4 erfolgt nach Noten und Prüfungen und nicht nach Kompetenzen und ist daher oft willkürlich. Eine unterschiedliche Ausprägung der Kompetenzen wie Sprache oder Mathematik beim einzelnen Kind kann im dreigliedrigen Schulsystem nicht adäquat berücksichtigt werden. Besonders die Hauptschule und Realschule können Schülerinnen und Schüler nicht die gleichen Lernerfahrungen anbieten, wie dies das Gymnasium kann. Allerdings besteht besonders im Gymnasium auch die Gefahr, das geforder-te Leistungsniveau nicht zu erreichen und dann die Schulart verlassen zu müssen.
Die Gemeinschaftsschule bietet als Alternative allen(!) Schülerinnen und Schülern Lernerfahrungen über alle Niveaustufen und mit den inklusiv beschulten Schülerinnen und Schülern. Dies ist nur möglich durch den Verzicht auf eine Versetzung am Ende des Schuljahres. In der Gemeinschaftsschule gibt es daher kein „Abschulen“ auf eine „niedrigere“ Schulart, sondern jederzeit die Auswahl von drei Niveaustufen. Diese Entscheidung kann von Fach zu Fach unterschiedlich sein. Erst im zweiten Halbjahr der Stufe 8 erfolgt die erste Festlegung auf den gewünschten Schulabschluss. Zusätzlich entkoppelt das Ganztagesprinzip der Schulart den Erfolg oder Nichterfolg, zumindest teilweise, von notwendigen Unterstützungsmöglichkeiten der Eltern durch Nachhilfe. Dennoch ist die Gemeinschaftsschule eine leistungsorientierte Schule, die den Hauptschulabschluss, den Realschulabschluss und in Karlsruhe an der Drais-Gemeinschaftsschule vermutlich auch das Vollabitur in einer durchgängigen Schulart anbietet. Dass dieses Konzept funktioniert, zeigen die überaus guten Ergebnisse, die von Schülerinnen und Schülern der Augustenburg Gemeinschaftsschule in den letzten beiden Jahren bei den Abschlussprüfungen erreicht wurden.
Bitte nutzen Sie die Informationstage der einzelnen Schularten ab Ende Januar, um weitere Einblicke in die Arbeitsweisen und Anforderungen der Schulen kennenzulernen. Die Termine finden Sie im Regelfall auf den Homepages der Schulen.

Einen interessanten Beitrag zur Thematik Schulwahl finden Sie auch im Januarheft des Magazins „Schule“. Hier der Link zu diesem Artikel – Magazin Schule

Der Schnuppertag an der Augustenburg Gemeinschaftsschule findet am Mittwoch, 29. Januar ab 14:30 Uhr statt und zeigt die Arbeitsweise im Unterricht, aber auch Ausschnitte aus dem Projektangebot der Schule.
Wir wünschen Ihnen eine gute Entscheidung zum Wohle Ihres Kindes und würden uns sehr freuen, Sie an unserem Schnuppertag begrüßen zu dürfen.

Friedbert Jordan, Rektor

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Rückblick der ersten Klassen

In ihrer ersten Zeit in der Schule durften unsere Erstklässler bereits einiges erleben. Neben dem Kennenlernen der Mitschüler, der Lehrkräfte und der Schule sowie dem obligatorischen Lernen der Zahlen und schon vieler Buchstaben, gab es noch mehr:

  • Ausflug zum Augustenberg
  • Besuch des Kinderkammerkonzerts im Badischen Staatstheater Siegerehrung vom Ballonflug-Wettbewerb Bundesweiter Vorlesetag mit klassenübergreifenden Aktionen zu dem Buch: „Die fliegenden Bücher des Mister Penumbra“
  • Autorenlesung bei der Karlsruher Bücherschau Adventssingen der Grundschule Klassenweihnachtsfeier Offene Weihnachtswerkstatt der Klassen 1a, 1b, 2a und 4c

Diese kunterbunten Aktionen eröffneten den Kindern vielfältige Erfahrungen und boten Raum für Begegnung. Von einem dieser Angebote möchte ich ausführlich berichten:

Augustenburger Erstklässler zu Besuch auf dem Augustenberg

Wie alle unsere Erstklässler waren in diesem Jahr auch die Drachenklasse 1a und die Katzenklasse 1b eingeladen, das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg zu besuchen. Für uns als direkte Nachbarn und auch Namensverwandte stellt dieser Ausflug ein besonderes Highlight dar: Sowohl im Rahmen des Sachunterrichts zum Thema Apfel, als auch als heimatkundliche Unternehmung.
Die Katzenklasse 1b machte sich am 15. Oktober bei schönstem Sonnenschein in Begleitung ihrer Klassenlehrerin Frau Huber, zweier Mütter und der Patinnen aus der vierten Klasse auf den Weg. Aufgrund des gesperrten Ausgangs im Hof gingen wir durch den Neubau, hoch zur Steigstraße.  Als wir nach kurzem Fußweg ankamen, wurde zuerst einmal gevespert. Frisch gestärkt waren alle Kinder für unsere Führung über das Gelände bereit. Zwei Mitarbeiter aus dem Bereich Gartenbau begrüßten uns herzlich und besprachen mit den Kindern die Verhaltensregeln und beschrieben, was uns erwartete. Jeder von uns erhielt eine Tüte zum Sammeln verschiedener Fundstücke und los ging es.

Übers nasse Gras entlang der Obstplantagen kamen wir an Kiwipflanzen, Sonnenblumen und Weinreben vorbei zu einem Wildbienen-Nistplatz. Hier wussten viele Kinder bereits über die Wichtigkeit von Bienen und anderer Insekten für den Obstanbau Bescheid.

Die beiden Herren zeigte uns auch die Netze, die über den Apfelbäumen gespannt sind. Diese schützen die Äpfel nicht nur vor Hagel, sondern auch vor Sonnenbrand.
Nun durften alle einen Apfel pflücken, später fünf Esskastanien und fünf Walnüsse sammeln. All dies kam in unsere Tüten. Außerdem sahen wir hohe dünne Stangen als Aussichtsplattform für Greifvögel, die die Bäume ganz natürlich vor Wurzelfraß durch Mäuse schützen. Nachdem wir erfahren hatten, wie man schwarze und rote Johannisbeersträucher unterscheiden kann, wenn keine reifen Früchte daran hängen, sang die Klasse 1b im Walnusshain das Lied „Der Herbst ist da“ vor.
Nach einem Gang durch Gewächshaus trafen wir uns an Sitzgelegenheiten unter Bäumen zur Apfelsaft- und Apfelverkostung. Hmmmm, das war der krönende Abschluss eines schönen Ausfluges. Herzlichen Dank an das Team vom Augustenberg für dieses ganzheitliche Erlebnis!

Ursula Huber, Klassenlehrerin der Klasse 1b

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