Brief des Schulleiters Herr Jordan vom 13.06.2018

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Karlsruhe, den 13. Juni 2018

Liebe Eltern, liebe Lehrkräfte,

ich wende mich mit diesem Brief an Sie, um zwei Punkte anzusprechen, mit denen ich in den letzten Tagen konfrontiert wurde und die mir sehr wichtig sind.

Zum einen möchte ich um Ihr Verständnis für die derzeit noch stärker beengten Pausenhofverhältnisse werben. Zum anderen ist es mir ein Anliegen, Sie auf die rechtlichen Grundlagen einer Beurlaubung von Schüler/innen außerhalb der Ferienzeit hinzuweisen.

Nach den Pfingstferien haben kurzfristig angesetzte Bauarbeiten auf dem Pausenhof zwischen Container 1 und der Turnhalle begonnen. Die durchführenden Firmen haben vor den Pfingstferien kurzfristig entschieden, diese Baumaßnahme bereits jetzt zu beginnen, auch um zu gewährleisten, dass diese notwendigen Arbeiten wie auch die noch anstehenden Arbeiten vor der Schwimmhalle zum Beginn des neuen Schuljahres abgeschlossen sind. Die Kommunikation dieser Maßnahme mit den am Schulleben beteiligten Personen hat leider nicht geklappt. Dafür muss ich mich bei Ihnen entschuldigen. Alle beteiligten Stellen haben sich auf die Agenda gesetzt, in Zukunft hier noch stärker auf einen guten Informationsfluss zu achten. Ich habe hier auch entschieden, dass die Fläche direkt vor der Turnhalle nicht durch einen Bauzaun gesichert wird, um den kleinen Pausenhof nicht noch weiter einzuengen. Es ist mir wichtig, dass Sie Ihre Kinder darauf hinweisen, dass die dort auch liegenden kleineren Steine nicht als „Fußball“ missbraucht werden, da wir ansonsten nur mit einem Bauzaun reagieren können.

Die Besichtigung der Baustelle in der letzten Woche hat gezeigt, dass die Schulgemeinde sich auf einen tollen Neubau freuen kann, in dem sowohl die Sekundarstufe mit der Gemeinschaftsschule wie auch die Grundschule hervorragende Bedingungen für einen gelingenden Unterricht erhalten. Gerade die Anbindung der Schlossschule an den Neubauteil A mit der Stadtteilebibliothek bietet in Zukunft tolle Möglichkeiten für die Klassen der Grundschule.

Erfreulicherweise gehen wir immer noch davon aus, dass sowohl die Innen- und Außenbaumaßnahmen termingerecht fertiggestellt werden können. Derzeit noch nicht geklärt ist allerdings die Standdauer der Container über die Zeit der Baumaßnahmen am Gebäude der Schlossschule hinaus. Sie können sicher sein, dass Schulleitung, Elternvertretung wie auch das Schul- und Sportamt der Stadt Karlsruhe vehement dafür kämpfen, dass der Container 1 nach Beendigung der Baumaßnahme am Gebäude Schlossschule abgebaut wird und der Hort im Container 2 verbleiben kann. Diese Entscheidung wird allerdings durch die Verwaltung oder durch den Gemeinderat der Stadt Karlsruhe beschlossen, da sich die vorgeschlagenen Varianten in den Kosten doch deutlich unterscheiden.

Ich möchte die Gelegenheit nun auch nutzen, um Sie mit diesem Elternbrief auf die rechtlichen Vorgaben bei den immer häufiger gestellten Anträgen auf Beurlaubung Ihrer Kinder in der Schulzeit hinzuweisen. Dies ist verbindlich durch die Schulbesuchsverordnung geregelt. „Eine Beurlaubung vom Besuch ist lediglich in besonders begründeten Ausnahmefällen und nur auf rechtzeitigen schriftlichen Antrag möglich….“. Dieser Antrag wird bei bis zu zwei Tagen bei der Klassenlehrkraft, bei mehr als zwei Tagen und bei Angrenzung an Ferienabschnitten bei der Schulleitung gestellt.

Die begründeten Ausnahmefälle und die besonders wichtigen persönlichen Gründe werden wir in den nächsten Tagen auf unserer Homepage einstellen. Beurlaubungen zur Verlängerung von Ferienabschnitten auf Grund günstiger Flugverbindungen, attraktiveren Urlaubsangeboten oder Buchungsmöglichkeiten sind nicht möglich. Dies hat uns bei der in dieser Woche stattgefundenen Gesprächsrunde bei der Industrie- und Handelskammer die Kultusministerin Frau Eisenmann nochmals eindringlich bestätigt. Verstöße gegen die Schulbesuchsverordnung werden nicht nur durch die Schule, sondern auch bei z. Bsp. Kontrollen der Polizei in Flughäfen, festgestellt. Dies konnte man ja in der einschlägigen Presse in den Pfingstferien nachlesen. Wenn man sich bewusst macht, wie sensibel Eltern bei Unterrichtsausfall reagieren, ist manchmal nicht nachzuvollziehen, dass bei Eigeninteresse der hier auch entstehende Unterrichtsausfall plötzlich seine Dramatik verliert.

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus im gemeinsamen Erziehungsauftrag ist die Grundlage gelingender Schularbeit. Sprechen Sie uns bei Missständen ruhig an, wir versuchen diese dann gemeinsam zu beheben. Wir freuen uns aber auch über Ihr Lob bei den vielen Aktivitäten unserer Lehrkräfte in den Klassen, die weit über den normalen Unterricht hinausgehen.

Mit freundlichem Gruß

Friedbert Jordan, Rektor

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