Digitale Endgeräte für Schüler*innen

Liebe Eltern,

das Land Baden-Württemberg stellt mit Hilfe des Bundes 120 Millionen € bereit, um Schülerinnen und Schülern ohne passende digitale Endgeräte die Möglichkeit, zur Leihe eines Tablets oder Laptops zu ermöglichen. Die Augustenburg Gemeinschaftsschule Grötzingen ist mit der Stadt Karlsruhe im Gespräch, um abzuklären, wie viele Geräte und unter welchen Bedingungen diese an Schüler*innen ausgeliehen werden können. Sobald wir genaueres wissen, melden wir uns bei Ihnen.

Mit freundlichem Gruß

F. Jordan, Rektor

Kultusministerium-2020-05-15-Digitale-Endgeräte-für-Schüler

Schulsozialarbeit – Notfalltelefone – andere Hilfestellungen

Liebe Eltern und Schüler*innen der Augustenburg GMS Grötzingen,
in diesen besonderen Zeiten möchte ich Sie auf mehrere Angebote  aufmerksam machen.

Zum einen sind das Angebote, die Ihrer Familie helfen können, die Kontaktsperre und die „Homeschoolingzeiten“ gut zu überstehen.
Zum anderen sind das die geschalteten Notfalltelefone, die rund um die Uhr in Karlsruhe und dem Landkreis für verschiedene Situationen zur Verfügung stehen. Am besten, sie drucken sich die Notfalltelefonliste aus und hängen sie auf, damit jedes Familienmitglied wenn nötig die Nummern einsehen kann.

Notfalltelefon Corona

Weitere Angebote und Hilfestellungen können Sie hier herunterladen:

Flyer Alle zu Hause – und es nervt immer mehr

Flyer Elternberatung

Flyer erMUTigung-online 2020

Flyer Wege aus der BrüllfalleHinweise für Eltern Corona_PB_

Angebote Corona

Nutzen Sie die telefonische Beratung der Schulsozialarbeit, die auch Schüler*innen der AGG zur Verfügung steht.
Herzliche Grüße

Elke Riedel
Schulsozialarbeiterin

Stadt Karlsruhe
Stadtamt Durlach
Jugend und Soziales
Schulsozialarbeit Augustenburg Gemeinschaftsschule Grötzingen
Augustenburgstr. 22a, 76229 Karlsruhe   Zimmer C105
Telefon 0721 / 79185377
Fax 0721 / 133 1989
Elke.Riedel@durlach.karlsruhe.de

 

https://www.augustenburg-gms.de/?p=12466984

Erste digitale Schülersprechstunden finden statt

In diesen Tagen liest und hört man, dass die digitale Arbeit nun auch in den Schulen angekommen ist. So ganz neu ist das für die Schüler*innen der Augustenburg Gemeinschaftsschule Grötzingen nicht, da wir schon seit Jahren hier einen Fokus darauf haben. Doch in Zeiten von Corona ist alles anders und vieles neu…

Die Lerngruppe 8 hat sich die letzten zwei Wochen schon mit einzelnen Tools zu Schülersprechstunden (Videokonferenzen) verabredet gehabt, das Material über die Plattform Padlet getauscht und begutachtet und per Mail in Kontakt gestanden.

Einladung zur Schülersprechstunde der Lerngruppe 8

Die Stadt Karlsruhe hat in den letzten Tagen MS Teams für alle Schulen im Raum Karlsruhe freigegeben und in einer längeren und sehr intensiven Arbeit konnte der Netzwerkberater, der Technische Support für Karlsruher Schulen Teska“ am SMZ/LMZ BW und die Supportfirma MCT aus Grötzingen die digitale Arbeitstruktur der Schule auf ein neues Level heben und seit Dienstag Abend letzte Woche melden sich immer mehr Lernbegleiter und Schüler*innen an. Stückchenweise wird die neue Plattform erobert, erste Chatversuche finden statt und Material wird hochgeladen.

Um MS Teams nun effizient zu nutzen hat sich die Lerngruppe 8 am Montag das erste Mal zu einer Besprechung in Teams verabredet und es waren 20 Schüler*innen und 4 Lernbegleiter online. Erst wurde der allgemeine Aufbau von Teams besprochen, die einzelnen Teams erläutert und Materialordner gezeigt. Durch das Teilen des Bildschirms konnten anschaulich die einzelnen Wege innnerhalb der Plattform nachvollzogen werden. Auch an einem gemeinsamen Dokument wurde kooperativ gearbeitet. Manche Schüler*innen luden gleich ihre Ergebnisse der letzten Woche hoch und wollten noch mehr in die Tiefen von MS Teams eindringen.

Alles in allem waren alle von der neuen umfangreichen Arbeitsumgebung überrascht und geplättet. Aber voller Neugierde auf das NEUE wurde sich gleich für den nächsten Tag verabredet. Die LG 8 trifft sich jetzt einmal am Tag zu einer gemeinsamen Austausch- und Fragerunde.

*unbezahlte Werbung, da Markennennung!

Termine und Veränderungen den Abschlussprüfungen der Haupt- und Realschule

Sehr geehrte Eltern,

liebe Schülerinnen und Schüler

mit Schreiben vom 27.03.2020 hat die Kultusministerin über die weitere Vorgehensweise bei den Abschlussprüfungen informiert. Anbei nun die endgültigen Termine der einzelnen Prüfungen mit den bisher vorgesehenen zwei Nachterminen. Ein dritter Nachtermin könnte voraussichtlich noch im September stattfinden.

Die Schülerinnen und Schüler, die an den Prüfungen teilnehmen, werden sich aufgrund eventueller Krankheitsfälle voraussichtlich auf mehrere Termine verteilen. Auf diese neue, dichtere Prüfungsabfolge wird nun durch eine Vereinfachung bei den Prüfungs- und Korrekturverfahren Rücksicht genommen.

Vereinfachungen im Prüfungsverfahren

  • Erst- und Zweitkorrektur werden an der eigenen Schule stattfinden. Damit werden die Wege und der Verwaltungsaufwand deutlich verringert. Dabei kennt bei der schriftlichen Hauptschul- und Realschulabschlussprüfung (wie bisher) der Zweitkorrektor die vorangegangene Beurteilung und Bewertung.

Projektarbeit und fächerübergreifende Kompetenzprüfung

 Die Projektarbeit ist für den Hauptschulabschluss Teil der Abschlussprüfung und wurde an unserer Schule bereits durchgeführt. Diese bereits durchgeführte Projektarbeit ist nun nicht mehr Teil der Prüfungsleistung. Es kann jedoch in diesen Fällen ein Zertifikat ohne Note über die durchgeführte Projektarbeit ausgestellt werden. Wir bitten die Schüler*innen um Rückmeldung, ob sie ein solches Zertifikat – Beschreibung der erzielten Leistung in der Projektarbeit ohne Note – wünschen.

Für die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9, für welche die Projektarbeit zur Jahresleistung des Faches Wirtschaft/ Berufs- und Studienorientierung (WBS) zählt, ist die Projektarbeit nicht mehr Teil der Jahresleistung im Fach WBS. Es kann jedoch auch in diesen Fällen ein Zertifikat ohne Note über die durchgeführte Projektarbeit ausgestellt werden. Auch hier bitten wir um Rückmeldung der Schüler*innen über die Lerngruppenleiter*innen.

Fächerübergreifende Kompetenzprüfung (Realschulabschlussprüfung) FüK

Die fächerübergreifende Kompetenzprüfung, die Teil der Realschulabschlussprüfung ist, entfällt.

Mindestanzahl der Schriftlichen Arbeiten

Die Mindestanzahl der schriftlichen Arbeiten, kann aufgrund der zeitweisen Schulschließung nicht eingehalten werden. Diese Mindestanzahl kann deshalb unterschritten werden, sofern die schriftlichen Arbeiten in der vorgegebenen Anzahl im verbleibenden Unterrichtszeitraum nicht mehr geschrieben werden können.

Dies gilt entsprechend für die Verpflichtung zur Durchführung einer „gleichwertigen Feststellung von Leistungen“ (GFS). Diese Verpflichtung ist ausgesetzt. Eine bereits durchgeführte GFS bleibt jedoch Teil der Jahresleistung. Soweit eine Schülerin oder ein Schüler eine ausstehende GFS ausdrücklich wünscht, soll sie aus Gründen der Chancengleichheit ermöglicht werden. Sofern dies nicht während des Unterrichtszeitraums möglich ist, sind andere Formen der Darstellungen möglich.

Die Verpflichtung zur Durchführung einer fachinternen Überprüfung im gewählten Wahlpflichtfach und im Fächerverbund Naturwissenschaftliches Arbeiten (Klasse 10 der Realschule und Gemeinschaftsschule) ist ebenfalls ausgesetzt.

Eine bereits durchgeführte fachinterne Überprüfung bleibt jedoch Teil der Jahresleistung. Soweit eine Schülerin oder ein Schüler eine ausstehende fachinterne Überprüfung ausdrücklich wünscht, gelten die Hinweise zur GFS entsprechend.

Prüfungstermine:

Alle Regelungen gehen davon aus, dass wir nach den Osterferien wieder zu einem einigermaßen geregelten Schulbetrieb übergehen können. Informationen dazu werden wir Ihnen / Euch über den neuen Kommunikationskanal MS-Teams zukommen lassen.

Bitte schauen Sie / Ihr daher regelmäßig nach, ob bereits neue Nachrichten vorliegen.

Wir wünschen allen Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern wie auch allen Eltern und Erziehungsberechtigten in diesen turbulenten Tagen Gesundheit und hoffen auf eine baldige Beruhigung der dramatischen Lage.

 

Friedbert Jordan, Rektor

Abschlussprüfungen verschoben

Liebe Eltern,

liebe Schülerinnen und Schüler,

das Kultusministerium hat mitgeteilt, dass die direkt nach den Osterferien angesetzten Abschlussprüfungen verschoben werden. Somit ergeben sich auch wieder Spielräume für eventuell noch zu schreibende Klassenarbeiten:

„Faire Bedingungen für Abschlussprüfungen

Vor diesem Hintergrund habe das Kultusministerium entschieden, dass alle zentralen schulischen Abschlussprüfungen zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Schülerinnen und Schüler aufgrund der Schulschließungen ohne eine Verschiebung der anberaumten Prüfungstermine nicht über die nötigen Voraussetzungen für die Prüfung verfügen“, sagt die Ministerin und fährt fort: „Mit einem neuen Terminplan wollen wir ermöglichen, dass die betroffenen Schülerinnen und Schüler genügend Zeit für die Vorbereitung auf die Prüfungen haben. Unser grundlegendes Ziel ist, dass alle Schülerinnen und Schüler faire Bedingungen für ihre Abschlussprüfungen bekommen.“ 

Realschulabschlussprüfungen

● Hauptprüfungstermine vom 20. bis 28. Mai 2020,
● erster Nachtermin in der Zeit vom 16. bis 23. Juni 2020,
● aktuell Klärung, wann im Juli ein zweiter Nachtermin angeboten werden kann,
bei Bedarf möglicher Sondertermin ab Mitte September,
● mündliche Prüfungen vom 20. bis 29. Juli 2020.

Hauptschulabschlussprüfungen

● Hauptprüfungstermine vom 16. bis 24. Juni (aktueller Stand; das Zeitfenster der drei Termine muss bei Bedarf zugunsten des Nachtermins noch verengt werden),
● erster Nachtermin 6. bis 8. Juli 2020,
● aktuell Klärung, wann im Juli ein zweiter Nachtermin angeboten werden kann,
bei Bedarf möglicher Sondertermin ab Mitte September,
● mündliche Prüfungen vom 20. bis 29. Juli 2020.“

Elterninformation zur Notfallbetreuung

Liebe Eltern,

liebe Erziehungsberechtigte,

die Schulschließungen aufgrund der Coronapandemie hält uns alle in Atem. Wir sehen natürlich die riesigen Herausforderungen, die auf Sie zukommen, um Arbeit und Kinderbetreuung doch irgendwie geregelt zu bekommen. Ich kann Sie nur auffordern, gemeinsam mit Eltern Ihrer Klassenpflegschaft private Betreuungsangebote zu finden.

Das Land Baden-Württemberg hat die Schulen und Kommunen aufgefordert, ein Betreuungsangebot für Kinder von Eltern, die in systemwichtigen Berufsgruppen arbeiten, an der Schule und im Hort anzubieten.

Dabei wurden folgende Berufsgruppen aufgeführt:

Polizei, Feuerwehr, medizinisches und pflegerisches Personal, Hersteller von für die Versorgung notwendigen Medizinprodukten, Lebensmittelproduktion und -einzelhandel, Müllabfuhr sowie Energie- und Wasserversorgung.

Es ist uns bewusst, dass eine solche Gruppenbetreuung an der Schule oder im Hort aufgrund des engen Miteinanders nur im Notfall sinnvoll ist, da wir hier wieder größere Betreuungsgruppen bilden müssen!

Sollten Sie dieses Betreuungsangebot dennoch wahrnehmen müssen, benötigen wir von Ihnen die Rückmeldung des Bedarfs mit dem beigefügten Schreiben. Zusätzlich eine Bestätigung des Arbeitsfeldes im Betrieb. Die Bedarfsanmeldung können Sie morgen Ihrem Kind mit in die Schule geben oder per mail (spätester Termin Montag, 12:00 Uhr) senden an:

betreungsbedarf@augustenburg-gms.de

Mit freundlichem Gruß

gez.: Friedbert Jordan, Rektor

Unterricht am Montag, 16. März 2020

Liebe Eltern,

liebe Schülerinnen und Schüler,

am kommenden Montag findet der Unterricht wie folgt statt:

  • Primarstufe: Unterricht nach Stundenplan, eine Klassenlehrerstunde wird am Vormittag integriert.
  • Sekundarstufe: Unterricht nach Stundenplan 1.-4. Stunde, 5. Stunde Unterricht durch die Lerngruppenleitung.
  • Die Mensa steht am Montag für das bestellte Mittagessen zur Verfügung.

Der Nachmittagsunterricht entfällt.

Inklusionsschüler/innen (Selbstfahrer) werden nach dem Mittagessen entlassen. Inklusionsschüler/innen (Fahrdienst) werden bis 15:50 Uhr betreut.

Um eine reibungslose Kommunikation zu ermöglichen, bitte ich alle Eltern, über Ihr Kind uns die aktuelle Telefonnummer und aktuelle Mailadresse zukommen zu lassen (an Klassen-, LG-Lehrkraft).

Für die Lehrkräfte findet um 14:00 Uhr eine Gesamtlehrerkonferenz statt. Wichtige Ergebnisse werden wir über unseren Mailverteiler und die Homepage an die Eltern weitergeben.

Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

F. Jordan, Rektor,  Ch. Schneider, Konrektorin

Schulen in Baden-Württemberg ab Dienstag geschlossen.

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Schule,

am Freitag, 13.03.2020 hat das Kultusministerium eine Schließung aller Schulen in Baden-Württemberg ab kommenden Dienstag 17. März beschlossen. Die Schließung dauert bis zum Ende der Osterferien! Geschlossen werden auch alle Kindergärten und Horteinrichtungen. Bis zum kommenden Montag werden wir Schulen durch das Ministerium über entsprechende begleitende Maßnahmen informiert werden. Dies gilt auch besonders für Schülerinnen und Schüler, die demnächst eine Abschlussprüfung durchführen. Am Montagvormittag findet somit Unterricht nach Stundenplan statt. Der Nachmittagsunterricht der Sekundarstufe entfällt.

Für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Bereichen tätig sind, wird eine Notfallbetreuung eingerichtet.

Hier finden Sie dazu weitere Informationen.

Alle anderen Eltern werden gebeten, die Betreuung der schulpflichtigen Kinder eigenständig zu regeln.

Zusätzliche Informationen finden Sie bald auf der Seite des Kultusministeriums:

https://static.kultus-bw.de/corona.html

Uns ist bewusst, dass Sie als Eltern in den nächsten Wochen vor großen Herausforderungen stehen, um die Krise zu meistern. Wir versuchen in den nächsten Tagen auch besonders für die Prüfungsjahrgänge Möglichkeiten zu schaffen, sich weiterhin auf Prüfungen vorzubereiten und auch Hilfestellungen von Lehrkräften zu bekommen. Bitte haben Sie aber Verständnis, dass dies noch etwas Zeit benötigt.

Die Hottscheckhexen übernehmen die Schlüsselgewalt an der Augustenburg Gemeinschaftsschule Grötzingen

Am schmutzigen Donnerstag wurde Schulleiter Friedbert Jordan um die Mittagszeit von den Grötzinger Hottscheckhexen entmachtet. Trotz heftiger Gegenwehr ging die Schlüsselgewalt an die Narrenzunft über. Die Grötzinger Schülerinnen und Schüler freuten sich über die Machtübernahme und bejubelten die Hexen mit lautem Narri-Narro.

Bereits vor der Machtübernahme hatten die ersten Hexen den Hort an der Schule beim Mittagessen überrascht und ließen bei Ihrem Besuch auch einige erschrockene Grundschüler zurück. Im Anschluss feierte dann die Sekundarstufe, hier besonders die Lerngruppen 5 – 7 in der Mensa ihre Befreiung vom Nachmittagsunterricht.  Den Grötzinger Hexen an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für diese Aktion mit der Hoffnung auf einer Wiederholung im kommenden Jahr.

Zeitzeuge aus Österreich in der Augustenburg Gemeinschaftsschule Grötzingen

Menschlichkeit ist das Wesentliche

Zeitzeugen sind oft die besten Geschichtslehrer, weiß Stefanie Friesen. Daher bittet die Lehrerin Franz Teizer in den Unterricht der 10. Jahrgangsstufe. Und wenn der dort berichtet, dass er als Dreijähriger zusammen mit 250 Tausend anderen Österreichern auf dem Wiener Heldenplatz skandierte: „Der Kurt (Schuschnigg) iss furt jetzt geht’s uns gut!“, dann kommt bei Schülerinnen und Schülern eine leise Ahnung von den katastrophalen Folgen menschlicher Unzulänglichkeit auf, wenn diese flankiert ist von krimineller Energie, Erpressung und propagandistischer Hetze. Denn Solches machte 1938 zweifelsfrei innerhalb weniger Tage die Republik Österreich zu einem willfährigen Kampf- und Mordgenossen des Nazistaates Deutschland, mit bekannt bitterem Ende. „Der Hitler hatte halt eine gewaltige Rede gehalten, und ich wollte mit meinen drei Jahren einfach nur an der Begeisterung der Masse Teil haben!“ Es ist mucksmäuschenstill im Raum, als der 1935 geborene Franz Teizer in Grötzingen von seiner Jugend in der Nähe Wiens berichtet. Schon über 300 Jahre ist die Bauernfamilie in Wienerherberg ansässig, nahe dem heutigen Flughafen Wiens und den Flüssen Fischa, Schwechat und Wien. „Hier her kamen die bekannten Schauspieler aus der Hauptstadt zum Angeln, und ich stand gern bewundernd dabei“, erinnert sich Teizer. Es sei eine glückliche Kindheit gewesen, in der man sich das Schwimmen selbst beibrachte und viel miteinander zusammen war, viel miteinander sprach. „Wir hatten gute Eltern, viel Liebe, ein Auskommen durch die Landwirtschaft, aber kein übriges Geld.“ Die Großmütter gebaren jeweils 15 und 16 Kinder, „wie Kaiserin Maria Theresia“, und wurden dennoch sehr viel älter, als der statistische Durchschnitt für die damalige Bevölkerung erwartete. Es ist ein gewaltiger Einschnitt im Leben des jungen Franz, als sich der Krieg dem Ende nähert. Erst erreichen Bomben der Amerikaner und Briten den Ort, dann beobachtet der Neunjährige Abstürze von der Flak getroffener Maschinen und deren Besatzung. Als in Wien die Nahrungsmittel knapp werden, bringt Franz mit dem Onkel auf einem Traktor Getreide und Gemüse für die Verwandten in die große Stadt. Hier her flüchten sich auch die Frauen vom Land: „Man dachte, in der Stadt seien sie sicherer vor den Vergewaltigungen, als auf dem flachen Land.“ Stalin hatte seinen Truppen für einige Tage freie Verfügbarkeit über weibliche Menschen gewährt. Franz‘ Vater bleibt nicht in Wien, er geht zurück zu seinem Hof und Besitz, um diesen zu schützen: Plünderungen sind an der Tagesordnung. Etwa vierzig tote Russen und drei tote Wehrmachtsangehörige findet er dort vor und erfährt – in all den Wirren der Unmenschlichkeit und des Grauens –  erstaunliche Zeichen der Mitmenschlichkeit. Die ihm zugewiesenen Zwangsarbeiter setzten sich für seine Entlassung aus der Haft ein. Ein österreichischer Kommunist denunziert ihn, als er keine Kohlen schaufeln will. Er soll erschossen werden, steht schon an der Wand und der junge Franz bangt um das Leben seines Vaters. Aber der Russe schießt nicht. 1946 wird der Vater im Zuge der Entnazifizierungsmaßnahmen verhaftet. Ein ehemaliger französischer Zwangsarbeiter, nun Besatzungsoffizier, hört davon und setzt sich für die Freilassung ein. Noch vor dem Einmarsch der Sowjets hatten sich viele Pferdefuhrwerke den Weg durch den Ort gebahnt: „Deutschstämmige, die in den Gebieten der Tschechoslowakei und Ungarns um ihr Leben fürchteten.“ Der Treibstoff der Pferde war Gras und pflanzliche Nahrung, die am Rand der Fluchtwege gefunden wurden. An Sprit für Kraftfahrzeuge war kaum zu denken. Franz Teizer hat Anschauungsmaterial mitgebracht, „Haptisches“, Greifbares nennen dies die Pädagogen: Ein Stahlhelm und den Arztkoffer aus Schlangenleder der Tante Steffi. Darin verborgen fand Klaus Teizer, der Vater eines Grötzinger Schülers ist, vor nicht allzu langer Zeit eine Anzahl Briefe: „Manche aus der Kriegszeit, andere aus der Zeit nach dem Krieg, alle vermittelt durch das Rote Kreuz, gelesen, zensiert und gestempelt von verschiedensten Dienststellen der Nationalsozialisten, der Wehrmacht, der USA oder Frankreichs“. Ihre Vermittlungen sind Zeichen des guten Willens in einer mörderischen Zeit. Damit belegt Franz Teizer den Sinn seiner Berichte in der Grötzinger Schule: Menschlichkeit ist das Wesentliche im Leben!“ Und Bildung. Und Mut.

Als Offizier des österreichischen Bundesheeres verweigert Teizer in den 60er-Jahren während einer Maßnahme zum Katastrophenschutz den Befehl Übergeordneter. „Der Aufbau einer Brücke unter diesen Umständen hätte über kurz oder lang zum Einsturz geführt!“ Sträfliche Befehlsverweigerung oder gar Meuterei? „Nein“, sagt Teizer. „Hier wären Menschenleben aufs Spiel gesetzt worden. Vom deutschen Grundgesetz und der österreichischen Verfassung sind die zuvorderst geschützt!“ Noch vor dem Gehorsam. Ein Erfolg der funktionierenden Demokratie: „Ihr müsst wissen, wen Ihr wählt!“ (Steinhardt-Stauch – Grötzingen aktuell)

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