Zeitzeuge aus Österreich in der Augustenburg Gemeinschaftsschule Grötzingen

Menschlichkeit ist das Wesentliche

Zeitzeugen sind oft die besten Geschichtslehrer, weiß Stefanie Friesen. Daher bittet die Lehrerin Franz Teizer in den Unterricht der 10. Jahrgangsstufe. Und wenn der dort berichtet, dass er als Dreijähriger zusammen mit 250 Tausend anderen Österreichern auf dem Wiener Heldenplatz skandierte: „Der Kurt (Schuschnigg) iss furt jetzt geht’s uns gut!“, dann kommt bei Schülerinnen und Schülern eine leise Ahnung von den katastrophalen Folgen menschlicher Unzulänglichkeit auf, wenn diese flankiert ist von krimineller Energie, Erpressung und propagandistischer Hetze. Denn Solches machte 1938 zweifelsfrei innerhalb weniger Tage die Republik Österreich zu einem willfährigen Kampf- und Mordgenossen des Nazistaates Deutschland, mit bekannt bitterem Ende. „Der Hitler hatte halt eine gewaltige Rede gehalten, und ich wollte mit meinen drei Jahren einfach nur an der Begeisterung der Masse Teil haben!“ Es ist mucksmäuschenstill im Raum, als der 1935 geborene Franz Teizer in Grötzingen von seiner Jugend in der Nähe Wiens berichtet. Schon über 300 Jahre ist die Bauernfamilie in Wienerherberg ansässig, nahe dem heutigen Flughafen Wiens und den Flüssen Fischa, Schwechat und Wien. „Hier her kamen die bekannten Schauspieler aus der Hauptstadt zum Angeln, und ich stand gern bewundernd dabei“, erinnert sich Teizer. Es sei eine glückliche Kindheit gewesen, in der man sich das Schwimmen selbst beibrachte und viel miteinander zusammen war, viel miteinander sprach. „Wir hatten gute Eltern, viel Liebe, ein Auskommen durch die Landwirtschaft, aber kein übriges Geld.“ Die Großmütter gebaren jeweils 15 und 16 Kinder, „wie Kaiserin Maria Theresia“, und wurden dennoch sehr viel älter, als der statistische Durchschnitt für die damalige Bevölkerung erwartete. Es ist ein gewaltiger Einschnitt im Leben des jungen Franz, als sich der Krieg dem Ende nähert. Erst erreichen Bomben der Amerikaner und Briten den Ort, dann beobachtet der Neunjährige Abstürze von der Flak getroffener Maschinen und deren Besatzung. Als in Wien die Nahrungsmittel knapp werden, bringt Franz mit dem Onkel auf einem Traktor Getreide und Gemüse für die Verwandten in die große Stadt. Hier her flüchten sich auch die Frauen vom Land: „Man dachte, in der Stadt seien sie sicherer vor den Vergewaltigungen, als auf dem flachen Land.“ Stalin hatte seinen Truppen für einige Tage freie Verfügbarkeit über weibliche Menschen gewährt. Franz‘ Vater bleibt nicht in Wien, er geht zurück zu seinem Hof und Besitz, um diesen zu schützen: Plünderungen sind an der Tagesordnung. Etwa vierzig tote Russen und drei tote Wehrmachtsangehörige findet er dort vor und erfährt – in all den Wirren der Unmenschlichkeit und des Grauens –  erstaunliche Zeichen der Mitmenschlichkeit. Die ihm zugewiesenen Zwangsarbeiter setzten sich für seine Entlassung aus der Haft ein. Ein österreichischer Kommunist denunziert ihn, als er keine Kohlen schaufeln will. Er soll erschossen werden, steht schon an der Wand und der junge Franz bangt um das Leben seines Vaters. Aber der Russe schießt nicht. 1946 wird der Vater im Zuge der Entnazifizierungsmaßnahmen verhaftet. Ein ehemaliger französischer Zwangsarbeiter, nun Besatzungsoffizier, hört davon und setzt sich für die Freilassung ein. Noch vor dem Einmarsch der Sowjets hatten sich viele Pferdefuhrwerke den Weg durch den Ort gebahnt: „Deutschstämmige, die in den Gebieten der Tschechoslowakei und Ungarns um ihr Leben fürchteten.“ Der Treibstoff der Pferde war Gras und pflanzliche Nahrung, die am Rand der Fluchtwege gefunden wurden. An Sprit für Kraftfahrzeuge war kaum zu denken. Franz Teizer hat Anschauungsmaterial mitgebracht, „Haptisches“, Greifbares nennen dies die Pädagogen: Ein Stahlhelm und den Arztkoffer aus Schlangenleder der Tante Steffi. Darin verborgen fand Klaus Teizer, der Vater eines Grötzinger Schülers ist, vor nicht allzu langer Zeit eine Anzahl Briefe: „Manche aus der Kriegszeit, andere aus der Zeit nach dem Krieg, alle vermittelt durch das Rote Kreuz, gelesen, zensiert und gestempelt von verschiedensten Dienststellen der Nationalsozialisten, der Wehrmacht, der USA oder Frankreichs“. Ihre Vermittlungen sind Zeichen des guten Willens in einer mörderischen Zeit. Damit belegt Franz Teizer den Sinn seiner Berichte in der Grötzinger Schule: Menschlichkeit ist das Wesentliche im Leben!“ Und Bildung. Und Mut.

Als Offizier des österreichischen Bundesheeres verweigert Teizer in den 60er-Jahren während einer Maßnahme zum Katastrophenschutz den Befehl Übergeordneter. „Der Aufbau einer Brücke unter diesen Umständen hätte über kurz oder lang zum Einsturz geführt!“ Sträfliche Befehlsverweigerung oder gar Meuterei? „Nein“, sagt Teizer. „Hier wären Menschenleben aufs Spiel gesetzt worden. Vom deutschen Grundgesetz und der österreichischen Verfassung sind die zuvorderst geschützt!“ Noch vor dem Gehorsam. Ein Erfolg der funktionierenden Demokratie: „Ihr müsst wissen, wen Ihr wählt!“ (Steinhardt-Stauch – Grötzingen aktuell)

Berufsfindungswochen Teil 1

Die Lerngruppe 8 hat im Dezember eine Woche lang den ersten Teil ihrer Berufsfindung absolviert, in der sie die Kompetenzanalyse Profil AC durchgeührt hat und am Berufsinformationszentrum in Karlsruhe war.

Kompetenzanalyse Profil AC

Die LG 8 hat im Dezember die Kompetenzanalyse Profil AC durchgeführt und sich mit den Themen „Neue Schule„, „Grünes Wunder“ und „Schulweg kreativ“ beschäftigt. Die Schüler*innen beschäftigten sich in Kleingruppen mit dem von ihnen, aus den Vorgaben ausgesuchten Thema teils in Gruppenarbeit teils in Einzelarbeit. Die Lernbegleiter waren hierbei Beobachter und erfassten die gezeigten Kompetenzen, die beim Erarbeiten gezeigt wurden.

An zwei weiteren Tagen zeigten die Schüler*innen in computergestützten Tests und Fragebogen weiter ihre Stärken. Der Schwerpunkt dieser Analyse ist es, die Stärken jedes Einzelnen noch genauer zu erfassen, um ihm bei der Berufsfindung genauer beraten zu können.

Berufsinformationszentrum

Am Ende der Woche besuchte die Lerngruppe 8 noch das BIZ (Berufsinformationszentrum) in Karlsruhe.  Hier lernten die Schüler*innen ihre persönliche Ansprechpartnerin kennen, die sie die nächsten Jahre, auch über die Zeit an der AGG hinaus, begleiten und beraten wird. Nach einer kurzen Einführung und Erklärung über das BIZ und seine Funktion, konnten die Schüler*innen über eventuell für sie interessante Berufe und deren  verschiedenen Profile und Anforderungsbereiche recherchieren. Manch einer konnte schon in dieser Woche seinen Berufswunsch einschränken bzw. spezifizieren.

Schüler im BIZ am PC

Erreichbarkeit der Eltern-& Förderkreis-Webseite

Liebe Besucher,

wie wir erfuhren, ist die Webseite der Elternschaft und des Förderkreises „ich-gehe-gern.de“ seit Jahresbeginn 2019 nicht mehr erreichbar. So werden einige Verknüpfungen und Links unseres Internetangebotes ihr Ziel nicht erreichen.

Inhalte des Förderkreises und der Elternschaft werden nach und nach in ein Internetangebot eingepflegt.

Die Unannehmlichkeiten bitten wir zu entschuldigen, an einer Lösung arbeiten wir.

Ihre
Augustenburg Gemeinschaftsschule Grötzingen

Tour de France – Review der Nizza-Fahrt vom September 2018

Kurzbericht und Eindrücke der Nizza-Fahrt unserer Französisch-Schülerinnen und -Schüler in Jahrgang 10

Vom 17. bis 22. September 2018 dauerte die diesjährige Fahrt der „Franzosen“ nach Nizza unter Leitung von Herrn Roth.

Die Schülerinnen und Schüler besuchten bereits am ersten Tag St. Jean und Cap Ferrat. Höhepunkt war der Besuch in der Villa Rothschild.

Bitte lesen Sie weiter durch einen Klick auf den Schalter „Continue / Weiterlesen“… Wir danken für Ihr Interesse!

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Herzliche Einladung zur Mitgliederversammlung des Förderkreises am Mittwoch, 18. Juli 2018 um 20 Uhr in der Mensa

Sehr geehrte Mitglieder,
sehr geehrte Eltern und Lehrer der Augustenburg Gemeinschaftsschule Grötzingen,

wir laden Sie herzlich zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung am Mittwoch, 18. Juli 2018 um in der Mensa der Schule ein.

 

Tagesordnungspunkte:

  1. Begrüßung durch die 1. Vorsitzende und
    Bericht über die Aktivitäten des letzten Jahres
  2. Bericht von Kassenwart und Rechnungsprüfer –
    Entlastung des Vorstands
  3. Wahl des Vorstands, der Beisitzer und der Rechnungsprüfer
  4. Aktivitäten und Vorhaben –
    Ausblick auf das laufende Jahr
  5. Verschiedenes

 

Für eine bessere Planung bitten wir Sie um Rückmeldung an die Emailadresse des Förderkreises: foerderkreis-schule@web.de.

Besonders ist noch zu erwähnen, dass einige Vorstandsmitglieder nach langjähriger Tätigkeit Ihre Ämter niederlegen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für dieses Engagement!

Für die Nachfolge konnten Eltern gewonnen werden, deren Kinder sowohl die Grundschule (Primarstufe) als auch die Sekundarstufe besuchen. Eine solch gute Verteilung freut uns besonders. An dieser Stelle ein erstes Dankeschön an diese Eltern, die sicherlich mit neuen Ideen für einen wertvollen Beitrag des Förderkreises am Schulleben sorgen werden!

Mit freundlichen Grüßen
i.A. Andrea Westphal
_____________________________________________________
Förderkreis der Augustenburg Gemeinschaftsschule Grötzingen e.V.
Augustenburgstraße 22 a
76229 Karlsruhe

Andrea Westphal (1. Vorsitzende)
http://augustenburg-gms.de/
http://ich-gehe-gern.de/foerderkreis/

Verbraucherschutzpreis 2018 – Bericht der Sechstklässler

„Welche Apps haben Sie benutzt, um die Fußball-WM-2006 zu verfolgen?“, fragte die Kultusministerin Frau Dr. Susanne Eisenmann am 27.06.18 nicht ganz ohne Hintergedanken im Großen Saal des Verbraucherministeriums in Stuttgart zur Preisverleihung des Verbraucherschutzpreises 2018. Kurzes Nachdenken im Publikum – denn damals gab es doch noch gar keine Apps. Richtig!

Heute jedoch gehören die digitalen Welten wie auch die Sozialen Netzwerke bereits zum Alltag nicht nur der Erwachsenen sondern vor allem auch zu dem der Jugendlichen. Für die jungen Menschen existiert das „digitale Ich“ ganz selbstverständlich neben dem „Ich“ in der analogen Welt.

Das verantwortungsvolle Verhalten in der digitalen Welt war dementsprechend auch das fächerübergreifende Thema, mit der die Lerngemeinschaft 6 der Augustenburg Gemeinschaftsschule Grötzingen sich im Rahmen des Unterrichts über mehrere Wochen beschäftigte: Bist du in vielen Sozialen Netzwerken aktiv? Gibst du deinen echten Namen preis? Legst du Wert auf Datenschutz? Ist es für dich ok, dass andere Leute deine Bilder sehen? Hast du schon mal jemanden per Internet beleidigt? 

Diese und viele andere Fragen haben die Sechstklässler in einer Umfrage sich selbst und anderen gestellt. Die Ergebnisse wurden mit dem Excel-Programm ausgewertet und in Diagrammen dargestellt, Präsentationen mit dem Power-Point-Programm entworfen, Plakate vorbereitet und präsentiert, Videos gedreht und …
Die Lerngruppen haben sich mit diesem Konzept um den Verbraucherschutzpreis des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz 2018 beworben. Und das mit Erfolg!

Denn die kritische Auseinandersetzung der Lerngemeinschaft mit den digitalen Lebenswelten gewann den 3. Platz und 250 Euro Preisgeld! Zehn SchülerInnen bekamen als Vertreter aller Sechstklässler die Auszeichnung im Rahmen der feierlichen Preisverleihung im Ministerium in Stuttgart persönlich überreicht. „Wir bleiben dran!“ verkündete Cheyenne während der Präsentation vor Ministern, ihre Augen leuchteten…

Autorenteam: Dr. Inna Beier und Herr Kempf und die Sechstklässler des Jahrgangs 2017/2018

 

Hintergrundinformation:
‚Der Verbraucherschutzpreis wird gemeinsam vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport und der Verbraucherkommission Baden-Württemberg (im Jahr 2018) bereits zum fünften Mal verliehen. Die Preisträger werden durch eine Jury von Vertreterinnen von Verbraucherministerium, Kultusministerium und Verbraucherkommission ausgewählt. Mit dem Motto „Bei uns wird VERBRAUCHERBILDUNG groß GESCHRIEBEN – Verantwortungsvolles Verhalten in der digitalen Welt“ verfolgt der Preis das Ziel, Schulen für Projekte zu motivieren, welche die kritische Auseinandersetzung mit Angeboten der digitalen Welt sowie den Themen der Verbraucherbildung für junge Menschen thematisieren.‘ (Quelle: https://verbraucherportal-bw.de/,Lde/Startseite/Information_Bildung/Verbraucherschutzpreis+fuer+Schulen vom 01.07.2018)

Verbraucherschutzpreis 2018 – Augustenburg Gemeinschaftsschule Grötzingen erzielt dritten Platz beim Wettbewerb

Am Mittwoch, den 27. Juni 2018 wurde die Augustenburg Gemeinschaftsschule Grötzingen beim Wettbewerb um den Verbraucherschutzpreis 2018 als eine von vier allgemeinbindenden Schulen aus Baden-Württemberg ausgezeichnet. Unsere Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 unter Leitung von Frau Dr. Beier und Herrn Kempf erhielten mit ihrem Projekt ‚Das Digitale Ich – Wie stelle ich mich digital dar?‘ den dritten Platz.

Ziel des Wettbewerbs war es, die Verbraucherbildung an baden-württembergischen Schulen zu stärken unter dem diesjährigen Motto „Bei uns wird VERBRAUCHERBILDUNG groß GESCHRIEBEN – Verantwortungsvolles Verhalten in der digitalen Welt“.

Die Schülerinnen und Schüler unserer 6. Klassen setzten, wie der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, bei der Preisleihung in Stuttgart bekundete, beeindruckende „tolle, alltagsnahe Projekte“ um. In Anwesenheit der Kultusministerin Frau Dr. Susanne Eisenmann erhielten vier baden-württembergische Schulen ihre Auszeichnungen.

Weitere Berichte aus Schüler- und Lehrerhand folgen hier in Kürze.

Mehr Informationen erhalten Sie unter:

 

 

Viele Grüße

Pascal Schütt

 

 

Stellvertretender Geschäftsführer

Besuch des Referenten für Sicherheitspolitik in Jahrgangsstufe 10

Am 5. und 6. Februar 2018 hat uns Herr Hauptmann und Jugendoffizier Hehmann (Master of Science und Referent für Sicherheitspolitik) in
Jahrgang 10 besucht, um uns zur aktuellen Sicherheitslage weltweit und den konkreten Auslandseinsätzen der Bundeswehr zu informieren.
Unser aktuelles Thema im EWG-Unterricht ist ‚Friedens- und Zukunftsicherung auf der Welt‘ und wir haben mit Spannung den Besuch erwartet.
Wir hörten einen spannenden, informativen und kritischen Vortrag, der sehr kurzweilig war. Im Anschluss wurden unsere Fragen freundlich und umfassend beantwortet.
Wir danken Herrn Hehmann für die gelungene Veranstaltung!
Frau Friesen / Jahrgangsstufe 10
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