Abschlussfeier an der AGG

Abschlussfeier für 31 erfolgreiche Absolventen

U. Steinhardt-Stauch Freitag, 29. Juli 2022 von U. Steinhardt-Stauch

„Nicht alles, was nach einem Ende aussieht, muss auch wirklich ein Schlussstrich sein.“ Schulleiter Friedbert Jordan schätzt das erfolgreich Erreichte, blickt jedoch gleichzeitig in die Zukunft: „Es verlassen uns nun 23 Schülerinnen und Schüler, die fast alle einen erfolgreichen Realschulabschluss erzielt haben. Ebenso weitere vier Schülerinnen und Schüler, die in Klasse 10 auf gymnasialem Niveau gearbeitet haben und nun in eine gymnasiale Oberstufe wechseln. Wir haben auch vier Schülerinnen und Schüler, die in Stufe 10 inklusiv beschult wurden, in der Klassengemeinschaft viele Jahre gemeinsam gelernt haben und nun in die berufsvorbereitenden Maßnahmen der Albschule wechseln. Und schlussendlich haben acht Schüler und Schülerinnen einen erfolgreichen Hauptschulabschluss in Stufe 9 abgelegt, sechs davon bleiben bei uns und wollen im kommenden Schuljahr den Realschulabschluss erreichen. Zwei beginnen eine Ausbildung. Herzlichsten Glückwunsch an alle!“

Es war ein weiteres turbulentes Schuljahr, etwa mit Verschiebungen von Klassenfahrten, positiven Coronatests auf dem Segelschiff und Ängsten, an wichtigen Prüfungstagen eventuell coronabedingt krank zu sein, nur um Einiges zu nennen. Und das nicht nur für die Schüler. Herzlicher Dank des Schulleiters also auch an seine Kolleginnen und Kollegen: „Sie haben Ihre Lerngruppen in diesen schwierigen Coronazeiten hervorragend navigiert und niemand ist über Bord gegangen!“ Und auch die Eltern könnten stolz darauf sein, was Ihre Kinder in den letzten Monaten und Jahren hier geleistet haben: „Sie haben über zwei Jahre Coronapandemie überstanden und sich in viele digitale Neuerungen gestürzt. Nun haben Ihre Kinder ihren Schulabschluss in der Tasche und können diesen Erfolg heute auskosten und dann neue Ziele ansteuern!“

Zwei Schüler sollten dies mit besonderem Genuss auskosten.

Fabio Longo erzielte den besten Realschulabschluss mit einem Notenschnitt von 1,8. Er war bereits im letzten Schuljahr der beste Schüler beim Hauptschulabschluss: „eine ganz hervorragende Leistung!“. Den besten Hauptschulabschluss erreichte Alexijs Meier mit einem Notenschnitt von 2,2.

Schulnoten spiegeln bestenfalls den IQ, das intellektuelle Leistungsvermögen im Allgemeinen. Aber es gibt noch einen EQ der emotionalen Intelligenz, der weder gemessen noch benotet wird und auch nicht in den Numerus Clausus bei der Vergabe von Studienplätzen mit einfließt, der jedoch eine Gesellschaft lebenswert macht. „Ich habe heute die Ehre, zwei Schülerinnen für ihren hohen EQ auszuzeichnen, da sie sich in besonderer Weise für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler eingesetzt haben“, schätzt sich Ortsvorsteherin Karen Eßrich daher besonders glücklich. Die Grötzinger Gerhard Hauenstein-Stiftung zeichnet soziales Engagement eines Schülers der 9. Klasse aus, die Werner-Stober-Stiftung der Stadt Karlsruhe erklärt sich bereit, Gleiches an einen Zehntklässler zu vergeben.

Derya Selin Motkilioglu, Absolventin der Stufe 9, hat bei verschiedenen Gemeinschaftsprojekten für ihre Gruppe mitgewirkt, im Theaterprojekt motivierte sie, etwas in Szene darzustellen. Bei der Suche nach passenden Aufenthaltsplätzen für Cliquen hat sie sich aktiv eingebracht und dies auch gegenüber Erwachsenen gut vertreten. „Sie ist zuverlässig und Menschen zugewandt – egal woher diese kommen oder welchen familiären Hintergrund sie haben, ob Außenseiter oder “Underdogs„. Ihre eigenen Erfahrungen nutzt sie wertvoll für andere. Sie packt ihr eigenes Leben und ihre Chancen am Schopf und unterstützt andere, dies ebenso zu tun“, so die Ortsvorsteherin.

Belobigung auch für Mia Feuchter. Die Sozialpreisträgerin hat sich intensiv im Bereich Inklusion eingebracht und sich auf Klassenfahrt um einzelne SchülerInnen gekümmert, oft in Konfliktsituationen versucht Frieden zu stiften und auf beide Seiten einzugehen. In schwierigen Gesprächen zwischen SchülerInnen und Lehrkräften lockerte sie geschickt die Spannung und lenkte in die richtige Richtung. Manchmal war sie sogar Wecker, der an die Schule erinnert, oder Motivationsspenderin, nicht aufzugeben und weiterzukämpfen. „Solche SchülerInnen sind großes Vorbild im Sozialen und ein starkes Bindeglied für eine Gemeinschaft“, urteilt die Ortsvorsteherin anerkennend.

Viel Lob und Anerkennung erntete das souverän von den Absolventen selbst gestaltete und geführte Programm des Abends. Alle Beteiligten fanden darin ihren Platz. Die Lerngruppenleitung ebenso wie die Elternvertreterin und SchülersprecherInnen. Und natürlich war einiges an Rückblick zu sehen. Nicht allzu sentimental, denn die neuen Ziele sind schon anvisiert, wie Schulleiter Friedbert Jordan zufrieden feststellen kann: „Ich wünsche Euch allen, dass Ihr gut dort ankommt und nicht unterwegs verloren geht. Lasst Euch nicht unterkriegen, nehmt Euer Leben selbst in die Hand und lasst Euch vielleicht auch mal von Euren Eltern einen guten Rat geben oder helfen!“

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